Über das Werk
„Rosi Basquiat“ zeigt einen Hund in einer verdrehten, kopfüber wirkenden Pose, eingefroren in einem Moment voller Bewegung und Spieltrieb. Das Tier liegt nicht einfach im Bild, sondern scheint sich in die Fläche hineinzuwälzen. Gerade diese Körperlage macht das Werk sofort besonders. Der Blick des Hundes bleibt wach und direkt, während Beine, Bauch und Kopf in einer ungewöhnlichen Drehung den gesamten Bildraum aktivieren. Dadurch wirkt das Gemälde lebendig, spontan und sehr gegenwärtig.
Die Farbgebung trägt diese Energie deutlich mit. Rot, Gelb, Blau, helle Partien und gebrochene Fellfarben greifen ineinander und modellieren den Hund nicht glatt, sondern über Bewegung und Kontrast. Der Hintergrund arbeitet mit diagonalen Farbbändern, Wischspuren und schrägen Einschnitten, die wie Gegenkräfte zur Figur stehen. So entsteht ein starkes Wechselspiel zwischen Körper und Fläche. Das Tier liegt nicht auf einer Bühne, sondern ringt mit ihr, spielt gegen sie an und bringt sie dadurch erst recht in Bewegung.
Auch malerisch bleibt das Werk bewusst offen. Konturen sind nicht durchgezogen, sondern setzen sich aus wiederholten Linien, Übermalungen, Spritzern und schnell gebauten Farbflächen zusammen. Diese offene Behandlung verhindert jede verniedlichende Haustierästhetik. Stattdessen erscheint der Hund als eigenständige, temperamentvolle Figur. Aus der Nähe zeigen sich die Kratzspuren, Überlagerungen und kleinen Brüche der Oberfläche sehr deutlich; aus der Distanz trägt vor allem die starke Verdrehung des Körpers die Wirkung.
Im Querformat von 70 x 140 cm bekommt „Rosi Basquiat“ eine ausgeprägte horizontale Spannung. Die Breite des Formats verstärkt den Eindruck, dass der Körper sich durch die Fläche rollt und den Bildraum von einer Seite zur anderen auflädt. Als Originalgemälde von carographic by Carolyn Mielke steht „Rosi Basquiat“ für zeitgenössische Tiermalerei mit Humor, Energie und starker malerischer Direktheit. Verfügbarkeit und weitere Informationen auf Anfrage.