Über das Werk
„Uschi Basquiat“ zeigt eine stattliche Katze in entspannter, fast demonstrativ lässiger Haltung. Der Körper liegt breit auf dem Rücken im Querformat, der Kopf ist leicht gedreht und richtet den Blick direkt auf die Betrachtenden. Gerade diese Kombination aus Ruhe, Körperfülle und selbstbewusster Präsenz macht das Werk so eigen. Die Katze erscheint nicht verniedlicht, sondern als souveräne Figur, die sich den Bildraum ohne jede Anstrengung aneignet.
Besonders wichtig ist dabei der Kontrast zwischen Tierkörper und Hintergrund. Die Katze ist in gebrochenen, malerisch offenen Fellfarben aufgebaut, mit Grau, Beige, Ocker, Blau und dunkleren Akzenten, die eher eine lebendige Struktur als eine glatte Oberfläche erzeugen. Dahinter liegt kein neutraler Raum, sondern ein bewegtes Feld aus horizontalen Wischungen, farbaktiven Spuren und diagonalen Eingriffen. Diese Umgebung ist deutlich unruhiger als das Tier selbst und steigert dadurch die Gelassenheit der Pose.
Die Malweise bleibt bewusst rau und gestisch. Konturen werden nicht überall geschlossen, das Fell entsteht aus Schichtungen, Sprenkeln, Kratzspuren und schnellen Richtungswechseln. Das gibt dem Werk einen offenen, urbanen Charakter und verhindert jede illustrative Glätte. Die Katze bleibt als Figur klar lesbar, aber ihre Oberfläche lebt von malerischer Prozesshaftigkeit. Besonders aus der Nähe treten diese Texturen hervor und geben dem Tierkörper eine beinahe taktile Qualität.
Im Querformat von 70 x 140 cm entfaltet „Uschi Basquiat“ eine sehr eigene Raumwirkung. Das Werk ist breit, ruhig gelagert und zugleich visuell aufgeladen. Es funktioniert nicht nur als Katzenporträt, sondern als Charakterbild mit trockener Eigenwilligkeit und Humor. Als Originalgemälde von carographic by Carolyn Mielke verbindet „Uschi Basquiat“ zeitgenössische Tiermalerei in Acryl mit rauer Textur, direktem Blick und einer Katze, die den Raum vollständig für sich beansprucht.