Über das Werk
„Hop in“ ist ein Porträtgemälde mit maximaler Vorwärtsenergie. Die Figur sitzt extrem nah vor dem Bildrand, mit großem Grinsen, riesiger Brille, Hut und Zigarette im Mundwinkel. Schon dadurch kippt das Werk aus dem klassischen Porträt heraus in eine Szene voller Bewegung, Übertreibung und Gegenwartsgefühl. Die zweite Figur im Hintergrund, das Auto und die Wüstenlandschaft verstärken diesen Eindruck zusätzlich. Es ist kein stilles Bild, sondern ein aufgeladenes Momentum, das sofort anspringt.
Die Farbdramaturgie ist bewusst extrem. Türkis, Ultramarin, Rot, Orange, Pink, Neon-Gelb und helle Partien liegen in harten, schnellen Acrylflächen übereinander. Das Gesicht wird nicht weich modelliert, sondern aus Kontrastblöcken gebaut, die Brille, Nase, Mund und Augen scharf in die Fläche setzen. Gerade um die Augen und in den Gläsern sitzen starke Gegensätze, die den Blick bündeln. Trotz der Überfülle bleibt das Werk sehr kontrolliert. Die Farben treiben, aber sie zerreißen die Form nicht.
Erzählerisch wichtig ist der Hintergrund. Die Landschaft mit Himmel, Gebirge, Auto und zweiter Figur öffnet das Bild, ohne die Hauptfigur zu relativieren. Alles bleibt auf den Vordergrund fokussiert, doch die Umgebung verankert den Ausdruck als Erlebnis, nicht nur als Gesichtsstudie. Dadurch bekommt das Werk einen filmischen Zug. Zugleich bleibt die Malerei klar sichtbar: Pinselzüge, Übermalungen, Kanten und Richtungswechsel zeigen, dass das Bild nicht auf glatte Illustration zielt, sondern auf Präsenz und Schub.
Im Querformat von 120 x 100 cm funktioniert „Hop in“ wie ein lautes, aber sehr präzise gebautes Statement-Piece. Aus der Distanz springt die Figur sofort an, aus der Nähe öffnen sich Farbschichten, Linien und malerische Entscheidungen immer weiter. Als Originalgemälde von carographic by Carolyn Mielke verbindet „Hop in“ Pop-Art-Nähe, Porträtmalerei und erzählerische Bildenergie zu einer Arbeit, die Humor, Tempo und starke Raumwirkung miteinander verschränkt. Verfügbarkeit und weitere Informationen auf Anfrage.