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Age of static

2026 · Acryl auf Leinwand · 120x100 cm

Expressives Mixed-Media-Doppelporträt auf Leinwand mit Collage, zweigeteilter Komposition, farbiger Figur und monochromem Doppelgesicht im Querformat.

Jahr
2026
Technik
Acryl auf Leinwand
Farbe
gelb, rot, blau
Größe
120x100 cm
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Werkdaten und Verfügbarkeit auf Anfrage
Status
Verfügbar
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  • Querformat Gemälde 120 x 100 cm
  • Carolyn Mielke
  • carographic
Originalkunstwerk „Age of static“ – Acryl auf Leinwand (2026), 120x100 cm
Hauptbild
Detail
Im Raum

Über das Werk

„Age of static“ ist ein Mixed-Media-Doppelporträt, das seine Wirkung aus Kontrast, Überlagerung und gegensätzlicher Bildenergie bezieht. Im oberen Bereich erscheint eine farbintensive Figur mit nach hinten geneigtem Kopf, geöffnetem Mund und stark nach vorn tretenden Händen. Darunter liegt ein doppeltes Gesicht in Schwarz, Weiß und Grau, ruhig, geschlossen und fast spiegelartig gegliedert. Gerade dieses Gegeneinander macht das Werk eigenständig. Es zeigt nicht bloß zwei Figuren oder zwei Perspektiven, sondern zwei sehr unterschiedliche Zustände von Präsenz in einer einzigen Komposition.

Das Querformat von 120 x 100 cm wird dabei nicht als einfache horizontale Erzählfläche genutzt, sondern in zwei kräftige Zonen gegliedert. Oben drängt alles nach vorn: Hände, Arme, Gesicht und Farbe bauen unmittelbare Nähe auf. Die Figur scheint sich aus dem Bild herauszuschieben und erzeugt dadurch eine starke körperliche Wirkung. Unten dagegen hält das doppelte Gesicht die Fläche in einer ruhigeren, verdichteten Ordnung zusammen. Die beiden Köpfe liegen so eng aneinander, dass sie wie Spiegelung, Verdopplung oder innere Verschiebung erscheinen. So entsteht ein Werk, das Bewegung und Statik zugleich trägt.

Farblich ist „Age of static“ sehr klar organisiert. Der obere Bereich wird von Gelb, Rot und Blau getragen, in harten Kontrasten und mit hoher Signalwirkung. Diese Farbflächen modellieren Hände, Arme, Gesicht und Hals nicht weich, sondern in schneidenden, leuchtenden Blöcken. Darunter steht die monochrome Zone in starkem Gegensatz dazu. Das Schwarz-Weiß-Porträt mit grauen Übergängen und wenigen farbigen Einschlägen wirkt kühler, kontrollierter und zugleich rätselhafter. Genau diese Zweiteilung aus Farbdruck und Zurücknahme verleiht dem Bild seine große Spannung.

Wesentlich für die Bildwirkung ist außerdem die eingearbeitete Collage. In die Komposition sind Zeitungsausschnitte, Headlines und mediale Textfragmente eingebunden, die als fragmentierte Bildelemente sichtbar bleiben und dem Werk eine zusätzliche Ebene geben. Dadurch erweitert sich das Porträt über die reine Figur hinaus zu einem Bild über Reizüberflutung, Nachrichtenströme, Öffentlichkeit und Verdichtung. Die Collage funktioniert dabei nicht als bloße Beigabe, sondern als tragender Bestandteil der Mixed-Media-Struktur. Text, Bild, Farbe und Überlagerung greifen ineinander und verstärken das Thema des Werks.

Auch die Oberfläche ist für „Age of static“ entscheidend. Übermalungen, harte Kanten, horizontale Störungen, Collagefragmente und abrupte Übergänge halten beide Bildzonen offen und lebendig. Im oberen Feld steigern sie Tempo und Impuls, im unteren Feld erzeugen sie eher Irritation und Unruhe unter der scheinbaren Ordnung. Die Mixed-Media-Arbeit bleibt dadurch vielschichtig und deutlich als Prozess sichtbar. Gerade dieser Wechsel aus malerischer Geste und collagierter Textspur verleiht dem Werk seine zeitgenössische Schärfe.

Im Raum besitzt „Age of static“ eine markante Wirkung. Aus der Distanz springt vor allem die obere Farbzonenfigur mit ihrer extremen Körperlichkeit ins Auge; aus der Nähe öffnen sich die monochromen Gesichter, die Collagefragmente, die Zeitungselemente und die komplexe Schichtung der Oberfläche. Als Originalgemälde von carographic by Carolyn Mielke steht „Age of static“ für zeitgenössische Mixed-Media-Malerei, die Doppelung, Kontrast, Collage, Medienrauschen und expressive Farbfläche zu einer komplexen und sehr bildstarken Komposition verbindet.